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Posts Tagged ‘Schlaganfall Therapie’

Fühlen auf der Intensivstation 2

Thursday, January 15th, 2009

Solange der Patient nach dem Schlaganfall noch nicht, oder nur kurz, im Rollstuhl sitzen kann, sind Anregungen für die Oberflächensensibilität sehr wichtig. Dies kann schon vor Beginn der Schlaganfall Therapie in der Reha-Klinik von einem vertrauten Angehörigen auf der Intensivstation oder im Krankenhaus begonnen werden, wenn der behandelnde Arzt dieses befürwortet.

In dieser Phase nehme ich z.B. einen gut ausgewrungenen Waschlappen und streiche dem Patienten damit zuerst langsam beide Hände und die Fingerzwischenräume aus. Wenn er das mag, streiche ich mehrmals langsam von der Mitte aus nach links und rechts über die Stirn. Scheint dem Patienten diese Berührung angenehm zu sein, streiche ich die anderen Gesichtspartien aus.

Manchmal helfen die Patienten dabei selber mit. Dann gebe ich Ihnen auch den Waschlappen in die Hand, damit sie selber mit den Bewegungen fortfahren können. War der Waschlappen etwas feucht, werden als nächstes das Gesicht und die Hände mit einem Handtuch sanft abgerubbelt.

Danach mache ich meistens eine Pause von einigen Minuten, spreche mit dem Patienten, vergewissere mich, ob Ich alles so ausgeführt habe, wie es ihm gut tut. Dann kann er mir schon manchmal zeigen, wo er die Berührungen sicher gespürt hat und an welchen Stellen er mehr Druck beim Ausstreichen braucht.

Wichtig dabei ist ein langsames und ruhiges Tempo. Wenn Ihr Angehöriger es Ihnen schon mitteilen kann, fragen Sie ihn dabei, welche Druckstärke er am besten spürt. Da die Oberflächensensibilität auf der betroffenen Seite herabgesetzt sein kann, braucht er dort wahrscheinlich sehr klare Bewegungen.

Damit sich Ihr Angehöriger recht bald wieder “gut fühlt”, wünsche ich Ihnen die Zeit, Ruhe und Ausdauer bei dieser kleinen, aber wichtigen Übung für die Verbesserung der Sensibilität und Körperwahrnehmung.

Mit freundlichem Gruß.

Ricarda Alexander

Ergotherapeutin Neurologie, Tiergestützte Therapie & Pädagogik

Ergonomische Tastaturen 2

Monday, January 12th, 2009

Ergonomische Tastatur KBPCE

Mit der passenden Tastatur die Schlaganfall Therapie unterstützen!

PC-Benutzer, die nach dem Schlaganfall zum ersten Mal auf der Tastatur schreiben wollen, bemerken oft, daß sie nicht mehr so schnell und sicher die Tasten herunterdrücken können. Das kann verschiedene Gründe haben. Oft liegt es an sensomotorischen Reststörungen und einer Schwäche der Schulter-Armmuskulatur. Dann ist es sinnvoll über eine ergonomische  Tastatur nachzudenken.

Eine Möglichkeit ist die KBPC E von Fujitsu Siemens. Die Tastatur fördert die natürliche Haltung von Armen und Händen. Das Tastenfeld kann in der Mitte fächerförmig bis 30° auseinander gezogen werden. Zusätzlich kann es dachförmig geneigt werden. So sind eine gerade Handhaltung und eine Entlastung des Schulter-Arm-Hand-Systems möglich. Mit der Handballenauflage wird auch bei großen seitlichen Winkeln eine optimale Stützwirkung erreicht.

Ich wünsche Ihnen ein möglichst müheloses Schreiben.

Ricarda Alexander

Ergotherapeutin Neurologie, Aktivitäts-Therapie mit Hund nach dem Schlaganfall

Ergonomische Tastaturen 1

Sunday, January 11th, 2009

Nach dem Schlaganfall können die meisten Betroffenen für Wochen, Monate oder Jahre nur noch mit Hilfe von anderen Menschen oder technischen Geräten am beruflichen, öffentlichen oder sozialen Leben teilnehmen. In der Schlaganfall Therapie ist der Computer mit den passenden ergonomischen Tastaturen ist ein wichtiges Hilfsmittel dabei.

Kann durch die Folgen des Schlaganfalls die dominante Hand nicht mehr zum Schreiben mit einem Stift benutzt werden, ist es aber möglich, mit der anderen Hand auf der Tastatur zu schreiben. Ebenso kann die Tastatur als Übungsfeld für das Training der Feinmotorik von der betroffenen Hand und der Hand-Auge-Koordination genutzt werden.

Die meisten Schlaganfall-Betroffene müssen bei der Auswahl der Tastatur sehr auf die für sie passende, ergonomische Haltung und Lage des betroffenen Armes und der Hand achten. Ansonsten wird die Nutzung einer ungeeigneten Tastatur die schon vorhandenen Schwierigkeiten verstärken. Dies kann sich durch schneller auftretende Konzentrationsschwierigkeiten oder einer Verschlimmerung der Spastik im Arm oder Bein bemerkbar machen.

Das Ziel der ergonomischen Arbeitsplatzgestaltung ist es, nachteilige Auswirkungen auf den Gesundheitszustand auch bei langfristigem Gebrauch einer Tastatur zu verhundern.

In loser Folge stellen wir Ihnen hier bei THERAPIE & TERRIER unter dem Tiel “Ergonomie” Tastaturen, Zeigegeräte, Mäuse, Trackballs, Steuerungsgeräte, Screenreader und Möglichkeiten zur Umfeldsteuerung vor. Möglicherweise ist auch das Passende für Sie dabei und motiviert Sie, mit Ihren Therapeuten und Zuhause Neues auszuprobieren.

Weiterführende Links und Informationen:

Wolfgang Laurig, Dr.-Ing., Univ.-Prof. (em.) für Ergonomie, www.ergonassist.de

Mit freundlichem Gruß.

Ricarda Alexander

Ergotherapeutin Neurologie, Aktivitäts-Therapie mit Hund nach dem Schlaganfall

Forced Use Therapie 1

Sunday, January 11th, 2009

“Warum benutzt mein Mann seine rechte Hand nicht? Er kann in der Therapie mit der linken Hand einen Schrank aufmachen und mit der rechten Hand eine Schachtel herausholen. Warum macht er das Zuhause nicht?” Solche und ähnliche Fragen hören wir in der Schlaganfall-Therapie häufig. Ein Grund dafür kann der sogenannte “Learned Non-use”, der “erlernte Nichtgebrauch” der betroffenen Hand sein. Damit wird ein Phänomen bezeichnet, welches sich erst nach dem Schlaganfall entwickelt und im Laufe der Monate verfestigen kann.

Das geschieht z.B. dann, wenn die linke Hand jeden Tag alle möglichen Tätigkeiten ausführen muß und die rechte Hand noch nicht sicher mithelfen kann. Der Schlaganfall-Patient muß sich ja vorerst mit der funktionierenden Hand waschen, kämmen und rasieren, anziehen und selbständig essen. So wird er seine Konzentration und Aufmerksamkeit fast den ganzen Tag auf die Einsatzmöglichkeiten der linken Hand lenken müssen.

Von Tag zu Tag wird diese Hand geschickter. Gleichzeitig werden Gehirnzellen, die überwiegend für die Motorik und Sensibilität der rechten Hand zuständig wären, als “Assisstenten” für den ungewohnten Dauereinsatz der linken Hand abgeworben. Und obwohl der Patient regelmässig zu den Therapien geht, schon gute Leistungen zeigt und Zuhause einzelne Übungen zur Verbesserung der Motorik durchführt, benutzt er die rechte Hand wenig oder gar nicht.

In der Forced Use Therapie wird versucht, diesen Prozess umzukehren. Mit einem sehr intensivern Trainingsprogramm wird über zwei Wochen mehrere Stunden täglich die rechte Hand zu einem forcierten Einsatz angeregt. Gleichzeitig wird die überdurchschnittlich geschickt gewordene linke Hand daran gehindert, mitzuhelfen. Zusätzlich werden die Vereinbarungen über den Einsatz der betroffenen Hand außerhalb der Therapiestunden schriftlich festgelegt. Dadurch wird eine erneute Reorganisation der intakten Gehirnzellen angebahnt. Nun stehen die abgeworbenen “Assisstenten” wieder der dafür vorgesehenen rechten Hand zur Verfügung. Die Handgeschicklichkeit und der spontane Einsatz der rechten Hand wird sichtbar besser. Nach diesem positiven Neuanfang ist es für den betroffenen Patienten deutlich leichter geworden, mit rechts wieder kräftiger und geschickter zugreifen zu können.

Wenn Sie oder Ihre Angehörigen sich näher über diese Therapieform, ihre Erfolgsaussichten und die notwändigen Voraussetzungen informieren möchten, gibt es im Internet unter folgenden Suchbegriffen Informatives zu lesen: Taub´sches Training, Forced Use Therapie, Constraint Induced Therapy. Eine deutschsprachige Studie wurde von der Universität Jena durchgeführt.

Wenn Sie schon diese Schlaganfall-Therapie gemacht haben, schreiben Sie mir doch bitte Ihre persönlichen Erfahrungen.

Mit freundlichem Gruß

Ricarda Alexander

Ergotherapeutin Neurologie, Aktivitäts-Therapie mit Hund nach dem Schlaganfall

Schlaganfall bei jungen Menschen

Saturday, January 10th, 2009

Auch wir Therapeuten sind immer wieder besonders betroffen, wenn wir in der Schlaganfall Therapie mit Menschen arbeiten, die gleichaltrig oder sogar deutlich jünger als wir sind. Zu diesem Thema ein Artikel der Deutschen Schlaganfall-Hilfe.

“Einen Schlaganfall kriegen nur ganz alte Leute. So ab 29!”


Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe klärt auf: Jährlich erleiden bis zu 14 000 junge Menschen einen Schlaganfall

“Einen Schlaganfall kriegen nur ganz alte Leute. So ab 29!” - Tatsache ist: In Deutschland gibt es jährlich bis zu 14 000 Schlaganfall-Betroffene in der Altersgruppe zwischen 18 und 50 Jahren. Öfter als bei älteren Menschen liegt bei jungen Menschen als Ursache eine angeborene Erkrankung vor, wie etwa Anomalien zwischen den Vorhöfen des Herzens, der Gefäße und genetisch bedingte Erkrankungen oder Störungen der Blutgerinnung. Auch ein Riss in der Gefäßwand oder der Konsum von Drogen (Kokain, Amphetamine, Ecstasy) können einen Schlaganfall auslösen. Allerdings bleibt bei einem Drittel der jüngeren Betroffenen die Ursache ungeklärt. Bei Menschen ab einem Alter von 40 Jahren erlangen zudem Rauchen, Diabetes und Störungen des Fettstoffwechsels zunehmende Bedeutung als Risikofaktoren.

Der Schlaganfall hat für jüngere Betroffene aber vor allem eine folgenschwere psychosoziale Bedeutung: Oftmals wird die komplette Lebensplanung von einem auf den anderen Tag zerstört. In erster Linie sind es körperliche Einschränkungen, die den Alltag erschweren. Lähmungen, Gleichgewichtsstörungen und Sehstörungen haben erhebliche Auswirkungen auf die Mobilität.  “Viele fühlen sich mitten aus dem Leben gerissen und suchen daher Rat - besonders bei Fragen zur beruflichen Reintegration oder zu auftretenden Konflikten in der Familie oder Partnerschaf”“, erklärt Frank Münzinger, Leiter des Bereichs Rehabilitation und Nachsorge der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe.

Seit 2005 engagiert sich die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe gezielt für junge Schlaganfall-Betroffene und ihre Angehörigen. Mit dem Projekt „Junger Mensch und Schlaganfall“ wird eine Verbesserung der individuellen Lebensqualität angestrebt. Die von der Stiftung organisierten Erfahrungsaustausche bieten zum einen Informationen und Beratung von Experten und zum anderen die Gelegenheit, sich mit anderen Betroffenen auszutauschen und zu vernetzen. Dadurch haben sich in einigen Regionen inzwischen Selbsthilfegruppen speziell für jüngere Betroffene gegründet.

Weitere Informationen zum Projekt “Junger Mensch und Schlaganfall” erhalten Sie unter www.schlaganfall-hilfe.de oder im Service und Beratungszentrum der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe, Telefon: 01805 093093
(0,14 €/Min., Mobilfunk abweichend).

Bitte, geben Sie gut auf sich acht.

Mt freundlichem Gruß

Ricarda Alexander

Aktivitäts-Therapie mit Hund nach dem Schlaganfall

Krankheitsbilder aus dem Blut

Thursday, January 8th, 2009

Ab 1960 wurde von Hannelore Auras-Blank ein neues Verfahren zur Früherkennung von Erkrankungen herausgefunden. Diese Untersuchung ist noch weitgehend unbekannt und heißt AURASSKOPIE.

In einem Artikel in der Zeitschrift GralsWelt wird beschrieben, wie die entnommenen Blutproben ihre Form und Konsistenz verändern. Sind einzelne Organe betroffen, bilden sich Formen, die dem betroffenen Organ ähnlich sehen. Besteht eine Entwicklung zum Krebs, ändert das Blut seine Konsistenz. (www.gral.de/index.php?page=2075)

Da viele Menschen nach einem Schlaganfall berechtigte Angst vor einer Neuerkrankung haben, kann hier möglicherweise durch eine Blutuntersuchung der Stand der Gesundung ergänzend dargestellt werden.

Wenn Ihnen dieser Hinweis genützt hat, freue ich mich über eine Rückmeldung.

Mit freundlichem Gruß

Ricarda Alexander

Aktivitäts-Therapie mit Hund nach dem Schlaganfall

Dachverband 3/4 Therapie mit Tieren

Thursday, January 8th, 2009

Da der Kontakt mit Tieren auch in der Neurologischen Rehabilitation, wie der Schlaganfall-Therapie, eine immer größere Bedeutung gewinnt, füge ich der Deklaration und den Resolutionen der IAHAIO (International Association of Human-Animal Interaction Organisations / www.iahaio.org) noch einen Kommentar von Dennis C. Turner aus Reinhardts Gerontologischer Reihe, Band 4, an. In ihm spiegeln sich die Auffassungen, die unserer Arbeit bei Therapie & Terrier (www.therapieterrier.com) zugrunde liegen.

Zitat:

“Ich bin (und ich glaube, auch für die Mitgliederorganisationen der IAHAIO sprechen zu dürfen, also: wir sind) der Meinung, dass es ein Grundrecht aller (erwachsenen) Menschen ist, Kontakt zu domestizierten Tieren pflegen zu dürfen. Das Halten von Heimtieren soll nicht ein Privileg der Einfamilien- und Wohnungsbesitzer sein, sondern auch in Mietwohnungen erlaubt sein, sofern die Tiere artgerecht nach ihren natürlichen (auch sozialen) und individuellen Bedürfnissen gehalten und betreut werden können.

Die Bedürfnisse der Menschen, die Tiere nicht besonders schätzen, müssen respektiert werden. Nicht nur berufstätigen Erwachsenen, sondern insbesondere Senioren - entweder Zuhasue oder in einer Alterssiedlung bzw. einem Altersheim - soll die Tierhaltung ermöglicht werden. Sie haben z.B. früher Kontakte zu Tieren gepflegt, können davon profitieren und haben die nötige Zeit und Erfahrung, um es “richtig” zu machen.

Dass es möglich ist, Heimtiere in Alterswohnungen und Alters- und Pflegeheimen so zu halten, dass die Bedürfnisse der Tiere und aller menschlichen Mitbewohner befriedigt werden können, zeigen zahlreiche Beispiele aus der Praxis. Es muß aber im Voraus gut geplant und reglementiert werden. Mit der Zeit werden oft die größten Gegner dieses Zusammenlebens die größten Befürworter und sogar echte Tierfreunde!

Tiere können aber auch gezielt eingesetzt werden, um die Lebensqualität und den Gesundheitszustand von Menschen aller Alterstufen zu verbessern. Dies soll aber nur von entsprechend ausgebildeten Fachpersonen und geeigneten Heimtieren durchgeführt werden. Da die Gefahr besteht, die Tiere zu überfordern oder falsch zu behandeln, hat die IAHAIO die unten aufgeführten “Richtlinien zum Einsatz von Tieren” und eine “Deklaration zum Thema Heimtiere in Schulen” erlassen.”

In diesem Zusammenhang weisen wir von Therapie & Terrier ebenfalls darauf hin, dass in allen Bereichen, in denen ein Tier zur gesundheitlichen Verbesserung oder zur Verbesserung der Lebensqualität älterer oder kranker Menschen eingesetzt wird, der Hundehalter eine besonders hohe Verantwortung übernimmt. Es gibt viele begeisterte Hundehalter, die aus gut gemeinter Nächstenliebe alte Menschen mit ihrem Hund besuchen, ohne sichere Basiskenntnisse über Hygiene, ansteckende Krankheiten von Mensch und Hund, individuelle Verhaltensweisen ihres Hundes in ungewöhnlichen Stress-Situationen und Entspannungsangebote für das Tier während solcher Besuche zu haben.

Ebenso wenig können Sie beurteilen, ob der Besuch ihres Hundes für diesen erkrankten Menschen tatsächlich eine aufheiternde oder gesundheitsfördernde Wirkung hat. Möglicherweise hat der besuchte Mensch Symptome einer Erkrankung oder leidet an den Folgen von traumatischen Erlebnissen aus der Jugend, die durch ungeeignete Kontaktangebote eher noch verstärkt werden. Auch werden begabte Hunde oft zu schnell, zu lange und zu intensiv an Menschen mit ungewöhnlichen Verhaltensweisen herangeführt. Anfänglich spielen sie noch begeistert mit, nach wenigen Wochen oder Monaten klappen sie überfordert zusammen, verweigern sich oder beginnen zu beißen. Schade um den helfen wollenden Menschen. Schade um den enttäuschten kranken Menschen. Schade um den unverständig geführten Hund.

Aus Liebe zu unseren Mitmenschen und aus Liebe zum Hund regen wir daher an, sich sowohl auf Besuche in Seniorenheimen und auf den therapeutischen Einsatz mit Hunden lange und gründlich vorzubereiten. Wer das verantwortlich und viele Jahre mit Freude für sich und andere machen möchte, investiert lieber einige Monate (als Therapeut evtl. auch Jahre), besucht Seminare und Kurse. Er übt, geht als Hospitant bei erfahrenen Hundehaltern und Therapeuten mit, erzieht sich und seinen Hund für den Einsatzbereich, in dem er anderen mit seinem Hund ein wenig Glück und Freude bringen möchte. Dann kann er auch guten Gewissens ehrenamtlich tätig werden oder als berufserfahrener Therapeut in der Kinderbehandlung oder der Schlaganfall-Therapie ein Tier in die Arbeit mit dem Menschen einbeziehen.

Ich wünsche Ihnen bei der Arbeit mit Ihrem Hund viel Freude.

Ricarda Alexander

Ergotherapeutin Neurologie, Tiergestützte Therapie und Pädagogik

Übungsprogramm PC

Monday, January 5th, 2009

In der Schlaganfall-Therapie ist die Aussicht auf Erfolg wesentlich größer, wenn einige Fähigkeiten wie Konzentration, Gedächtnis, Ausdauer und Hand-Auge-Koordination auch Zuhause am PC geübt werden.

Einige Programme sind wegen ihrer umständlichen Menüführung oder den unübersichtlichen und kleinen Grafiken und Schriftbildern nur für einen Teil der Benutzer geeignet. Außerdem sind sie für jemanden mit einem geringen Einkommen oft zu teuer.

Eine gute Alternative ist meiner Erfahrung nach das Fresh Minder Basis mit 7 Übungen für ca. 19 Euro plus Versand und das Fresh Minder 2 mit 14 Übungen für ca. 38 Euro plus Versand. Es ist auch für Patienten mit Basiskenntnissen am PC mit wenig Hilfe nutzbar.

Infos und Bestellmöglichkeiten finden Sie bei www.freshminder.de

Telefon  07143 / 35530

Wenn Sie mir zu Ihren Erfahrungen mit dem Programm schreiben mögen, würde ich mich freuen.

Mit freundlichem Gruß

Ricarda Alexander

Aktivitäts-Therapie mit Hund

Dachverband 2/4 Therapie mit Tieren

Saturday, January 3rd, 2009

Die Therapie mit der Hilfe von Tieren gewinnt in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung. Dabei geht es nicht daraum, traditionelle Therapien auszurangieren. Vielmehr werden mit Hilfe von fachlich geeigneten Mensch-Tier-Teams andere Behandlungsformen wirksam unterstützt. Dies kann in der Schlaganfall Therapie mit einem Hund auf drei Ebenen geschehen:

1. der körperlichen Ebene durch Erhalt und Verbesserung von Beweglichkeit und Ausdauer, Entwicklung von Sensibiltät, Handgeschicklichkeit und grobmotorischen Fähigkeiten,

2. auf der kognitiven Ebene durch Erhalt und Verbesserung von Konzentration, Aufmerksamkeit, Orientierung, Gedächtnis, Halbseitenaufmerksamkeit und Handlungsplanung im persönlichen Umfeld,

3. auf der psychischen Ebene durch Begleitung in der Krankheitsverarbeitung, Ausprobieren neuer Wege, Förderung der emotionalen Stabilität, Verantwortungsbewusstsein und persönlichen Interessenverwirklichung.

Diese Punkte gelten nicht nur für die ergänzende Behandlung in der Schlaganfall-Therapie, sondern ebenso für die vielen Menschen, die durch das Zusammenleben mit einem Tier eine besondere Form der Lebensqualität erleben. Der Dachverband aller Organisationen, die sich mit der Erforschung der Mensch-Tier-Beziehung befassen ist die IAHAIO. Nach den Deklarationen (Dachverband 1/3) sind hier die Resolutionen zu diesem Thema.

Resolutionen

IAHAIO appelliert an alle zuständigen internationalen Körperschaften und nationalen Regierungen:

1. Das universelle, diskriminierungsfreie Recht auf Heimtierhaltung anzuerkennen, überall dort, wo vernünftige Bedingungen dafür gegeben sind, unter der Voraussetzung, dass die Tierhaltung artgerecht erfolgt und die Rechte von Nichttierhaltern dadurch nicht beeinträchtigt werden.

2. Sicherzustellen, dass bei der Planung und Gestaltung des menschlichen Lebensraums auf die Bedürfnisse von Heimtieren und deren Haltern Rücksicht genommen wird.

3. Die geordnete Präsenz von Heimtieren in Schulen und Lehrplänen zu fördern sowie Lehrern und Erziehern in entsprechenden Ausbildungsprogrammen den Nutzen dieser Präsenz zu vermitteln.

4. Heimtieren den kontrollierten Zugang zu Krankenhäusern, Alters- und Pflegeheimen sowie anderen Institutionen zu ermöglichen, in denen pflegebedürftige Mensche jeden Alters von solchen Kontakten profitieren können.

5. Die therapeutische Funktion von Tieren, die speziell für die Unterstützung und Rehabilitation von Behinderten ausgebildet sind, offiziell anzuerkennen. Programme zu fördern, die solche Tiere ausbilden, und sicherstellen, dass der richtige Einsatz dieser Tiere in den Ausbildungsprogrammen für Gesundheits- und Sozialberufe gelehrt wird.

Die Resolutionen sind entnommen dem Buch “Mit Tieren leben im Alter” von Gäng und Turner, Gerontologische Reihe im Reinhardt Verlag.

Mit freundlichem Gruß

Ricarda Alexander

Aktivitäts-Therapie mit Hund nach dem Schlaganfall

Dachverband 1/4 Therapie mit Tieren

Monday, December 29th, 2008

In der modernen Schlaganfall-Therapie und in der therapeutischen und pädagogischen Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen gewinnen tiergestützte Aktivitäten und Therapien zunehmend an Bedeutung.

Der weltweite Dachverband aller Organisationen, die sich mit der Erforschung der Mensch-Tier-Beziehung und den Auswirkungen auf unsere Gesundheit befassen, heißt “International Association of Human-Animal Interaction Organisations” (www.iahaio.org) . Die IAHAIO ist von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf als Partnerorganisation anerkannt.

Von Dennis C. Turner wurden die Deklaration und die Richtlinien des IAHAIO in dem Buch “Mit Tieren leben im Alter” aus der Gerontologischen Reihe von Gäng und Turner im Reinhardt Verlag abgedruckt und kommentiert.

DIE GENFER DEKLARATION DES IAHAIO

Präambel: Wissenschaftliche Untersuchungen dokumentieren eindrucksvoll die positiven Auswirkungen, die das Zusammenleben mit Tieren auf das Wohlbefinden, die persönliche Entwicklung und die Lebensqualität von Menschen haben kann. Um die Tierhaltung zu ermöglichen und ein harmonisches Miteinander von Mensch und Tier in der Gesellschaft zu gewährleisten, müssen sowohl die Tierhalter als auch die Regierungen ihrer Verantwortung gerecht werden.

Auf ihrer Generalversammlung vom 5. September 1995 in Genf haben die Mitglieder der IAHAIO des weltweiten Dachverbandes der Institutionen zur Erforschung der Mensch-Tier-Beziehung, die nachfolgend angeführten fünf grundlegenden Resolutionen beschlossen.

Fortsetzung folgt

Mit freundlichem Gruß

Ricarda Alexander

Ergotherapeutin Neurologie, Tiergestützte Therapie & Pädagogik