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Belastung pflegende Angehörige

   March 13th, 2012


Wenn jemand aus der Familie krank ist, gilt unser Mitgefühl in erster Linie dem betroffenen Menschen. Aber es leidet nicht nur der erkrankte Mensch unter den Folgen. Ehepartner, Lebenspartner, Kinder oder Eltern haben ebenfalls Zukunftsängste, hoffen auf das Überleben des geliebten Menschen, haben Schuldgefühle wegen eines Streits oder sehen sich plötzlich in einer Pflicht, von der sie nicht wissen, wie sie mit den neuen Anforderungen umgehen sollen. Ähnlich fragen sich gute Freunde und befreundete Kollegen oder Vorgesetzte, warum sie mögliche Anzeichen der Erkrankung nicht bemerkten oder den Betroffenen ständig mit zusätzlicher Arbeit überhäuft haben.

Freunde und Kollegen können mit ihren Gedanken meistens wieder in ihren eigenen Alltag zurückkehren. Von gelegentlichen Besuchen, Hilfestellungen oder Anrufen bei dem Erkrankten oder seinen Angehörigen abgesehen, haben sie keine weitere Verpflichtung. Weiter entfernt lebende erwachsene Kinder spüren wohl anfangs Entsetzen und später Traurigkeit über die krankheitsbedingten körperlichen oder mentalen Veränderungen bei Vater oder Mutter, rufen gelegentlich an, kommen auf einen Besuch oder bieten vereinzelt kleine Hilfestellungen an. Doch eine regelmässige selbstlose und liebevolle Hilfe leisten sie nur in wenigen Fällen. Häufig sind sie eher aufbrausend, ungeduldig und fordernd dem erkrankten oder pflegenden Elternteil gegenüber, kritisieren und geben unrealistische Ratschläge, anstatt zu helfen.

Diesen räumlich entfernt lebenden Angehörigen fehlt oft die lebendige, psychoemotionale Nähe eines erwachsenen Sohnes oder Tochter zu den Eltern. Zu sehr sind sie in ihrem eigenen Alltag gefangen. Und damit entwickelt sich auch nur ein begrenztes grundlegendes Verständnis für die Überforderungssituation und den Entlastungsbedarf des begleitenden oder zu pflegenden Elternteiles. Wenn einer der beiden dann auch noch eine unerbetene Stiefmutter oder ein Stiefvater ist, fällt es um so leichter, die anstehende Lebensanfrage nach Übernahme von Verantwortung abzulehnen.

In solchen erschwerenden Situationen ist es für den begleitenden und pflegenden Angehörigen oder nah befreundeten Menschen sehr wichtig, dass seine eigene Gesundheit erhalten bleibt. Erschöpfung, Müdigkeit, Mutlosigkeit, Traurigkeit, Gereiztheit, Unausgeglichenheit, Einsamkeit, Schmerzen, Schlafstörungen, Infektanfälligkeit und die Entwicklung eigener Erkrankungen können Folgen von den andauernden körperlichen oder seelischen Belastungen sein.

Um die eigene seelische und körperliche Gesundheit zu schützen, können sich Angehörige mit ihren Fragen und Sorgen nun direkt an die Psychologinnen und Psychologen der Online-Beratung “Pflegen und Leben” wenden. Sie ist anonym, kostenfrei und datensicher und wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Neben der Beratung erhalten Sie auch Anregungen und Informationen über die häufigsten seelischen Belastungen und ihre Folgen und einen Test zur Überprüfung der eigenen Belastungssituation.

Unser Fazit aus der Beratung bei THERAPIE & TERRIER:
“Warten Sie nicht so lange, bis Sie selber “auf der Nase liegen”. Wenn andere Leute Ihre betreuende oder pflegende Tätigkeit nicht richtig einschätzen können und nicht wissen, warum es Ihnen nicht gut geht, obwohl Ihr Partner krank ist, fehlt diesen einfach die persönliche Erfahrung.

“Sie selber wissen es inzwischen besser. Und Sie wissen, nur wenn es Ihnen gut geht und Sie mit der Situation zurecht kommen, können Sie für Ihren kranken Partner oder Partnerin über Jahre die stabile Hilfe sein, die er braucht!”

Mit einem freundlichen Gruss von Ihrer Ricarda Alexander

Anregung zu diesem Artikel bekamen wir bei www.pflegen-und-leben.de

Die Störche kommen zurück

   March 10th, 2012

Heute machte ich mit den Hunden einen Spaziergang von Walluf nach Schierstein. In den Rheinwiesen rannten John und Frieda ausgelassen herum. Gestern hatten sie einen anstrengenden Tag in der Klinik bei einer Neglectbehandlung gehabt.

Heute genossen die beiden Working Parson Jack Russell das Rennen, Bellen, aufeinander Zustürmen, Ausweichen und um die Wette rennen. Sie waren so voller Power, als wenn sie noch eine zusätzliche Energieeinheit im Gebüsch gefunden hätten. Wer Terrier kennt, weiß was das heißt.

Plötzlich hörte ich aus der Entfernung ein Klappern, als wenn jemand schnell mit zwei Hölzstücken aufeinander schlagen würde. Es erinnerte mich an das Schnabelklappern der Störche. Und richtig, als ich mich umblickte, sah ich auf zwei Nistplätzen im Biosphären-Reservat die zurückgekehrten Storchenpaare. Als ich weiterging, setzte mit Flügelschlagen ein weiterer Storch zum Landeanflug auf seinen Horst in einem nahestehenden Strommasten an.

Wie schön“, dachte ich, “die Storche klappern den Frühling ein!

Ausflug Wispertal

   March 5th, 2012

Die kleinen Täler links und rechts des Rheins üben in jeder Jahreszeit eine besondere Faszination aus und laden zum Spazierengehen und Wandern ein. Eines dieser Ziele ist das Wispertal. Es beginnt hinter dem Ortsausgang von Lorch am Rhein und zieht sich parallel zum Bachlauf der sanft geschwungenen Wisper in Richtung Bad Schwalbach hin. Bei einigem Glück sind am Ende des Tales auch die weit hallenden Brunstrufe des Hirsches zu hören.

An der Strecke liegen zwei Gaststätten. An der ersten ist eine Spielwiese für Kinder und ein Spielzimmer. Von dort aus beginnt eine Wanderstrecke zum “Rheingauer Gebück”. An der zweiten, der “Laukenmühle”, beginnen eine kurze und zwei längere Wegstrecken. Das Restaurant ist auch für Rollstuhlfahrer geeignet. Die Rampe liegt am hinteren Rand der Terrasse und die Toilette ist ebenfalls über eine Schräge zu erreichen.

Ein weiteres beachtenswertes Ziel ist die Forellenzucht im Wispertal. Die Tiere wachsen in Wasser der Güteklasse 1-2 auf und dürfen bei qualitativ hochwertiger Fütterung und ausreichender Bewegung langsam heranreifen. Dementsprechend köstlich schmeckt das Fleisch dieser “glücklichen Fische”. Ein Verkaufshäuschen liegt direkt gegenüber der “Laukenmühle”.

Die Fahrzeit von Wiesbaden aus beträgt ca. 1 Stunde bei freier Fahrt. An Wochenenden sollte man sehr früh starten, da die Straße von Frauenstein über Eltville, Hattenheim, Rüdesheim und Assmannshausen bis Lorch eine sehr beliebte Touristenstrecke ist und auch von vielen Ausflüglern aus dem Rhein-Main-Gebiet besucht wird. Unser Eindruck: auch für Nichtwanderer ist dies ein schöner Ausflug, besonders während der Woche.

Woher kommen die Blutgerinnsel?

   March 5th, 2012

Viele Menschen, die einen Schlaganfall erlitten haben, hören hinterher von ihrem Arzt, dass ein Thrombus die Ursache war. Was aber ist ein Thrombus?

Ein Thrombus ist verklumptes Blut, ein sogenanntes Blutgerinnsel. In den meisten Fällen ist dieses Blutgerinnsel an einer anderen Stelle des Körpers entstanden und ist später mit dem Blutstrom bis zum Gehirn gelangt. Kommt dieser Thrombus in eine Ader mit einem immer geringer werdenden Durchmesser, bleibt er stecken. Damit wird die Blutzufuhr zu einem bestimmten Hirnbereich gebremst oder unterbrochen. Dadurch werden die dortigen Gehirnzellen schneller oder langsamer geschädigt.

Oft kommen diese Blutgerinnsel aus dem linken Vorhof des Herzens. Sie bilden sich dort leicht, wenn das Herz eine Rhythmusstörung hat und nicht bei jedem Herzschlag die gesamte Blutmenge in den Kreislauf pumpen kann. Findet bei einem der nachfolgenden Pumpvorgängen solch ein Thrombus den Weg in das Gefäßsystem des Gehirns, kann es dort einen Schlaganfall verursachen.

Quelle: Schlaganfall Prävention bei Vorhofflimmern, Boehringer Ingelheim

Gefährliche Begegnung

   February 20th, 2012

Wenn sich zwei Rüden begegnen, entstehen manchmal gefährliche Situationen. So heute Morgen auf dem Rückweg von unserem Morgenspaziergang entlang der Kleingärten. Meine beiden Therapiehunde “Frieda” und “John” liefen entspannt und gelöst in meiner Nähe und beschnuffelten Gartenzäune, Pforten und den Boden. Zwischendurch gab ich Ihnen kleine Suchaufgaben, baute spielerisch einige Trainingsinhalte ein und leinte sie nach dem Freilaufen an der gewohnten Stelle wieder an.

Kurz danach sah ich am Ende des Weges einen Mann mit einem großen, temperamentvollen Hund erscheinen und auf uns zukommen. Aus der Entfernung konnte ich erkennen, dass ihn der Besitzer mit einem Bällchen beschäftigte und mit einer langen Leine beim Apportieren unter Kontrolle hielt. Auch ich hielt Johns und Friedas Aufmerksamkeit auf mich gerichtet und führte sie links neben mir.

Beim Näherkommen sah ich aber, dass der spielerisch “Beute jagende” Hund sehr viel Leine hatte und sich daraus eine ungewünschte Konfrontation mit meinen Terriern auf dem schmalen Weg ergeben könnte. Kaum hatte ich das gedacht, hörte ich schon leises Grummeln aus Johns Kehle. Der andere lies seinen roten Ball fallen und antwortete hellwach und deutlich intensiver. Frieda und John, ganz Terrier, bellten empört zurück. Und dann passierte das, was sich kein Hundebesitzer wünscht. Der kraftvolle dunkle Rüde fackelte nicht lange, sprang an der langen Leine vor, packte John im Genick, warf ihn zu Boden und ließ ihn nicht mehr los.

Mein Hund lag dort wie erstarrt. Ich ließ seine Leine los. Frieda stand wie ein Denkmal neben mir und schaute erstaunt auf das Geschehen. Egal, ob John jetzt schon tot oder verletzt war, dachte ich, der Besitzer des Angreifers sollte selber das “Aus” bei seinem Hund durchsetzen. Ich wollte unverletzt aus dieser Situation herauskommen und auch in der Lage sein, hinterher mein Tier zum Tierarzt bringen zu können. Nach mehreren Versuchen gelang es dem anderen Hundebesitzer, seinen Hund von “John” abzurufen, führte ihn einige Meter weg und ließ ihn dort absitzen.

Jetzt hatte ich endlich Gelegenheit, meinen Hund zu untersuchen. Er lag noch auf der Seite. Sein Hals war nass vom Speichel des anderen Hundes. Aber er hatte keine äußerliche Verletzung. Auf dem weißen Fell des Terriers wäre Blut sicher zu sehen gewesen. Nun stand er langsam mit steifen Bewegungen auf, und ich konnte ihn weiter begutachten. Glücklicherweise gab es keine Anzeichen einer Verletzung. Aber er schien im Schock zu sein. Langsam atmete ich tief aus. Bevor ich nun einige Schritte mit John zur Kontrolle auf und ab ging, nahm ich vorsichtshalber die Leine auf.

Damit alle Beteiligten diese gefährliche Begegnung friedlich abschließen konnten, blieben wir noch einige Minuten gemeinsam auf dem Weg stehen. Wir Menschen sprachen miteinander, ich massierte abwechselnd Johns und Friedas Ohrläppchen, und alle drei Hunde hatten Gelegenheit, den jeweils Fremden aus sicherer Entfernung zu tolerieren. Zum Abschluß holte ich den weiter weg liegenden Ball des großen Hundes. Mit Erlaubnis des Halters machte ich mit seinem Hund ein kontrolliertes “Hier”, “Sitz” und “Hol den Ball”. Danach verabschiedeten wir uns voneinander.

Sichtlich beeindruckt von dem Erleben gingen Frieda und John auf dem Heimweg bilderbuchmässig neben mir. Blieb ich am Strassenrand stehen, setzten sie sich ohne Erinnerung und gingen flüssig an lockerer Leine weiter. Zuhause angekommen bekamen beide Hunde Notfall-Tropfen Das “Frauchen” genehmigte sich auch welche, gefolgt von einem Pfefferminztee. John holte sich noch eine Ohrmassage ab, signalisierte Zufriedenheit und legte sich dann mit Frieda und Lieschen zu einem erholsamen Vormittagsschlaf hin.

Zwei Stunden später lagen alle Drei einträchtig nebeneinander mit Blickrichtung zur Küche. Die Erinnerung an die überstandene Gefahr während des Spaziergangs war scheinbar Vergangenheit. Der Duft der Hühnersuppe war köstliche Gegenwart und für Hundenasen weitaus interessanter, als die Erinnerung an Unangenehmes aus der Vergangenheit. Ja, dachte ich, das ist eine nützliche Eigenschaft, die unsere Hunde uns Menschen sicherlich voraushaben.

Im Auto warten

   February 11th, 2012

Endlich habe ich meinen arbeitsfreudigen Parson Jack Russell Terrier John davon überzeugen können, dass es das reinste Vergnügen ist, im Auto zu warten! Obwohl er in der Therapie viel Geduld zeigt und auch ungeschickte Bewegungen oder Berührungen der Schlaganfallpatienten großmütig verzeiht, zeigt er mir regelmässig seine Empörung, wenn ich ihn bei Einkäufen oder während der Therapievorbereitungen im Auto lasse. Dann bellt er in einem Ton, der schon manchen Passanten dazu veranlasst hat, plötzlich vom geraden Weg abzuweichen und nur mit einem gehörigen Sicherheitsabstand an meinem Wagen vorbeizugehen.

Zum Diebe abschrecken ist das bestimmt sehr wirksam. Aber wenn ich auf einem Klinikparkplatz stehe oder zu einem Hausbesuch komme, ist mir solch ein Verhalten sehr unangenehm. “Das sollen also die freundlichen und gut ausgebildeten Therapiehunde sein!”, mag schon so mancher gedacht haben, der John so gehört hat. Und wenn Lieschen, seine Mutter, ihren “jetzt-bin-ich bockiger-kleiner-terrier-tag” hat, dann kommt noch ihr unverwechselbares grelles Reibeisen-Bellen aus der 32 cm kleinen Hündin dazu. “Tja, und was die beiden erwachsenen Hunde können, das kann ich schon lange”, mag sich unser Junghund Frieda dann öfters denken - und schon erklingt eine kraftvolle dritte Stimme und vervollständigt das Terzett.

Nehme ich jede Hündin einzeln mit, bellen sie glücklicherweise nicht oder nur in Ausnahmefällen. Dieses Verhalten wünsche ich mir auch von John. Und heute habe ich anscheinend endlich den für ihn passenden positiven Verstärker gefunden, der ihn dazu veranlasst, im Auto nicht zu bellen. Und zwar ist es ein bestimmter Kong, und zwar der von Frieda. John bekommt morgens einen orangfarbenen Ball, dem er sein Trockenfutter entlockt. Indem er ihn geschickt mit der Nase im Zimmer hin und herbewegt, erobert er sich ein Futterstück nach dem anderen. Dazu braucht er ca. 20 - 30 Minuten. Trotzdem hat er immer ein interessiertes Auge auf blauen Friedas Kong, der ähnlich wie ein großer Knochen geformt ist. Da habe ich beschlossen, diesen Kong als Köder für ihn einzusetzen.

Heute bin ich dann nur mit John zum Trainingsplatz beim Hundesportverein gefahren. Zuerst habe ich dort mit ihm gespielt, dann ca. 15 Minuten Freifolge und einige Gehorsamsübungen wiederholt. Als Belohnung bekam er zwischendurch einige kleine Brocken aus dem blauen Kong. Danach durfte er einige Minuten damit spielen. Dabei eroberte er sich einige Brocken Trockenfutter, aber die sperrigen Stücke aus getrocknetem Pansen waren keine so leichte Beute. So nahm er den Kong auf, legte ihn in meiner Nähe ab und schaute mich auffordernd an. Als ich ihm aber nicht half, schnappte er sich den Kong und versuchte nochmal, ihm seine wohlschmeckenden Geheimnisse zu entlocken.

Da sah ich den richtigen Moment kommen. Ich rief John. Er schnappte den Kong und kam zu mir. Ich tauschte den Kong mit einem kleinen Leckerchen, leinte ihn an, und wir gingen zum Auto. John setzte sich, ich öffnete die Heckklappe und Kenneltür und John sprang in seinen Transportkennel. Als er Platz gemacht hatte und mich aufmerksam anschaute, gab ich ihm Friedas blauen Kong. Und danach war mein Hund still. Ich verschwand aus seinem Gesichtsfeld - er war immer noch still. So blieb es. Nach ca. 30 Minuten ging ich zum Auto zurück und tauschte mit ihm wieder den Kong gegen ein kleines Leckerli. So einfach geht das also, wenn John das für ihn richtige Spielzeug gefunden ist, dachte ich und fuhr zufrieden nach Hause. Mal sehen, ob mein gedankenlesender vierbeiniger Therapieassistent sich meiner Meinung anschließen wird. Schließlich ist er ein reinrassiger Jack Russell Terrier aus arbeitenden Linien. Erfahrungsgemäß sind sie sehr erfindungsreich, wenn es darum geht, ihren Menschen ein neues Rätsel vorzulegen.

Telefon Phone

   February 5th, 2012

Einige Leser und Klienten unseres Therapieterrier und Therapiehunde Blog haben geschrieben, dass unsere Therapieseite teilweise noch mit der alten Telefonnummer und der alten Adresse von Bad Oeynhausen hochfährt. Bis das technische Problem gelöst ist, hier vorab noch einmal die neue Adresse und die Telefon-Nummer vom neuen THERAPIE & TERRIER Zuhause in Wiesbaden im schönen Hessen:

THERAPIE & TERRIER, Ricarda Alexander, Waldstraße 8c, 65187 Wiesbaden / Deutschland Telefon 0611 - 20 59 57 81  Mobil 0173 - 23 23 327  Die beste Telefonzeit ist von 17 - 19 Uhr. Sie können uns gerne unter info@therapieterrier.com schreiben, wenn Sie eine andere Telefonzeit brauchen.

Some of our regular visitors and clients wrote that there has been no update with our new adress and phone number on our site and blog for english speaking Animal Assisted Therapy after stroke in Germany. Until we have solved that technical detail please contact us at our new THERAPIE & TERRIER HOME at Wiesbaden.

THERAPIE & TERRIER, Ricarda Alexander, Waldstrasse 8c, 65187 Wiesbaden / Germany Phone 0049-(0)611-20 59 57 81  Mobile 0049-(0)173 - 23 23 327  Please try from 7 - 9 p.m. MET or send us a mail to info@therapieterrier.com, and we will find out the best time for your information call.

Lieschen, John, Frieda und unserer zweibeiniges Team am anderen Ende der Leine dankt Ihnen für Ihre Aufmersamkeit. Thank You for letting us know. Take care from Lieschen, John, Frieda and their two-legged team on the other side of the leash. Ricarda Alexander

Hundepfoten schützen

   February 4th, 2012

Pferdehalter kennen das Thema Hufpflege und den Spruch: “Ohne Huf kein Pferd!” Mit anderen Worten heißt das: “Nur wenn ein Pferd schmerzfrei gehen kann, wird es uns sicher tragen können.” Daher kontrolliert und säubert jeder verantwortungsbewusste Pferdehalter täglich vor und nach dem Ausritt oder dem Weidegang alle vier Pferdehufe. Dabei wird die Sohle mit einer Bürste gereinigt und die Strahlfurche vorsichtig ausgekratzt. Danach können eingeklemmte kleine Steine, Holzsplitter, Split oder Glasscherben entdeckt und entfernt werden. Um solche Fremdkörper sicherer entdecken zu können und das Austrocknen der Hufe zu verhindern, werden diese auch oft noch abgewaschen. Und bevor das Wasser ganz verdunstet ist, wird der Huf zum Schutz dünn mit Huffett eingepinselt.

Eine solch ausführliche “Hufpflege” brauchen unsere Hunde normalerweise nicht. Aber auch Hundepfoten sind oft erhöhten Belastungen ausgesetzt. Da gehört es zu der normalen Tierpflege, sich auch mit den Pfoten des Hundes zu beschäftigen. Und für Hunde, die als Assistenzhunde oder Therapiehunde arbeiten, sollte es eine Selbstverständlichkeit sein. Da heute die meisten Hunde im Haus oder in der Wohnung leben, ist die Haut unter ihren Pfoten oft dünn und nicht so widerstandsfähig wie bei Tieren, die sich sehr viel im Freien bewegen. Wenn solche Hunde nur vereinzelt oder kurze Strecken auf Asphalt, Split oder Kies laufen, wird die Hundesohle nicht abgehärtet. Dann spürt das Tier spitze Steine deutlich mehr als ein Hund, der schon eine Schutzschicht aufgebaut hat.

Da geht es dem Tier ähnlich wie uns Menschen, wenn wir nach dem Winter die ersten Male wieder barfuß im Garten laufen. Rasen und leicht federnde Naturwege sind uns meistens angenehm, aber über kleine Steine, Split oder Platten mit rauher Oberfläche gehen wir aus gutem Grund nur sehr vorsichtig. Manchmal bleiben wir stehen, um kleine Steine zwischen den Zehen zu entfernen, suchen uns bequemere Wege, ziehen Sandalen an und pflegen am Abend unsere strapazierten Füsse.

Da wir es von uns selber wissen, wie sicher wir mit einer gutgeschützten Fußsohle gehen können, ist es leicht, sich mit dieser Vorstellung einmal die Pfoten des eigenen Hundes genau zu betrachten und zu befühlen. Hat er eine durchgehend feste ledrige Haut ohne Risse, brauchen seine Pfoten vielleicht nur einen wöchentlichen Kontrollblick und im Winter Vaseline zum Schutz vor dem Streusalz oder der Split-Salzmischung. Hat er aber eine eher weiche, manchmal sogar rosige Pfote, braucht er die kurze VORSICHTIGE Überprüfung von Pfote und Krallenzwischenräumen nach JEDEM Spaziergang. Es ist wie mit dem Anschnallen im Auto. Der eine meint, er brauche sich erst an der nächsten Kreuzung angeschnallt zu haben, da in seiner Strasse alle langsam fahren und daher keine Gefahr bestünde. Der andere schnallt sich vor dem Losfahren an, weil er weiss, dass die auch in der ruhigsten Strasse Unvorhergesehenes passieren kann.

Ähnlich ist es mit der Pfotenpflege beim Hund. Vorbeugen ist besser als heilen, erspart dem Tier unnötige Schmerzen und dem Hundehalter vermeidbare Kosten beim Tierarzt. Und durch eine schrittweise Gewöhnung an unterschiedliche Härtegrade und Oberflächen baut sich bei einem gesunden Hund auch langsam eine widerstandsfähigere Sohle auf. Dann macht ihm der Spaziergang und das Spielen im Freien mehr Freude und Sie, als Hundehalter, entdecken dadurch gemeinsam mit Ihrem vierbeinigen Begleiter neue Wege und schöne Ausblicke.

Aktiv füttern

   January 29th, 2012

Die meisten Hundehalter haben ein bestimmtes Ritual bei Füttern. Die einen füllen eine Schüssel mit der Tagesration, die anderen füttern ein- oder zweimal täglich zu bestimmten Zeiten. Hat der Hund einen gesunden Appetit, wird er seine Portion innnerhalb weniger Minuten aufgefressen haben. Viele Hunde legen sich danach wieder zu einem Verdauungsschlaf hin. Ruhe nach dem Essen ist ein natürliches Bedürfnis. Ausserdem wissen die erwachsenen Tiere, dass es wahrscheinlich noch drei, vier oder fünf Stunden dauern wird, bis sie mit ihrem Menschen den nächsten Spaziergang machen werden und es vorher wenig interessante Abwechslung geben wird.

Damit meine Hunde regelmässig mehr artgerechte Anregung und Bewegung bekommen, füttere ich sie immer seltener aus der Schüssel. Stattdessen fülle ich einen hohlen Hundeball mit Öffnung und Schieber mit unterschiedlich grossen Futterbrocken. Den bekommt mein Parson Jack Russell Terrier Rüde “Alexanders Good Boy John” zu Abendbrot. Um diesen Ball nach und nach leeren zu können, braucht er zwischen 10 und 30 Minuten. Dabei bewegt er sich im ganzen Zimmer umher, stupst ihn mit der Nase an, springt hinterher, versucht ihn, zwischen den Vorderpfoten zu halten, springt auf, stupst den Ball in eine Ecke des Zimmerkennels und versucht alle möglichen Strategien, um dem Futterball auch das letzte Bröcken entlocken zu können.

Die zehn Monate alte Parson Jack Russell Terrier Hündin “Frieda von Toronto” liebt diese Art des Fütterns ebenfalls. Sie wuchs bei Familie Krähling in Lippsatdt auf. Dort hatte sie in ihrer Welpenzeit mit ihren Geschwistern schon viele anregende Spielangebote. Auch wenn sie inzwischen einmal in der Woche in der Aktivitäts-Therapie mit Hunden in der neurologischen Reha in Königstein bei Frankfurt mithilft und ein wenig “vom Ernst des Lebens” geschnuppert hat, soll sie weiter ein fröhlicher und verspielter Hund bleiben. Dafür nehme ich bei ihr einen Kong, den ich ebenfall mit Futterstückchen fülle. Wegen seiner länglichen Kegelform, die aussieht, als bestünde der Kong aus mehreren aufeinandergeklebten Reifen mit unterschiedlichen Durchmessern, bewegt sich dieses robuste Hundespielzeug in alle möglichen Richtungen. Frieda findet ihr Futter-Eroberungs-Spiel offenbar immer wieder spannend und kann sich oft eine halbe Stunde und länger damit beschäftigen.

Futter-Such-Spiele haben für meine Hunde den Tag offenbar nach ihrem Geschmack wesentlich interessanter gemacht. Das ich durch dieses Angebot als Mensch für meine Hunde auch spannender geworden bin, ist ein schöner Nebeneffekt.

Warum Pflegebett? 1

   January 23rd, 2012

Kürzlich wurde ich von einer rüstigen älteren Dame, Frau S., gefragt, warum ihr Mann nicht mehr in dem gemeinsamen Ehebett schlafen könne und ein Pflegebett verordnet bekommen soll. Der Ehemann der betreffenden Frau hatte ca. 3 Wochen vorher einen Schlaganfall erlitten. Seine linke Körperhälfte zeigte eine schlaffe Lähmung. Er konnte nur mit der Hilfe von zwei Therapeuten für wenige Minuten an der Bettkante sitzen. Ausserdem zeigte Herr S. eine deutliche Sensibilitätsstörung. Berührungen am linken Schulterblatt, am linken Arm und der linken Hand wurden nur verschwommen wahrgenommen. Die Familie hatte sich darauf geeinigt, den Vater Zuhause zu pflegen.

Als ich Frau S. schrittweise die verschiedenen Funktionen des Pflegebetts zeigte, in dem ihr Mann zu dieser Zeit lag, begann sie im Laufe der Angehörigenberatung ihre Meinung zu ändern. Nun merkte sie selber, wieviel leichter es für helfende Angehörige wird, ein erkranktes Familienmitglied zu pflegen, wenn sie die richtige Technik einsetzten können. Sie realisierte auch, dass ihr Mann wahrscheinlich Wochen oder Monate brauchen würde, um sich selber wieder gefahrlos im Bett auf die linke Seite drehen zu können. Vor dem Herausfallen musste er vorläufig noch durch hochgestellte Bettgitter geschützt werden.

Und um ein Durchliegen von Knöcheln, Steiss, Schultern und Hüften zu verhindern, wird es nötig sein, ihn mehrmals täglich bei Lageveränderungen im Bett zu unterstützen. Nur so kann der gefürchtete Dekubitus abgewendet oder eingegrenzt werden. Dieses Umlagern gelingt wesentlich besser, wenn das Bett elektrisch höhenverstellt werden kann. Gleichzeitig schont die passende individuelle Arbeitshöhe den Rücken der pflegenden Angehörigen und der Pflegekräfte.

Nachdem Frau S. selber ausprobiert hatte, wie sie mit Hilfe des Pflegebetts ihrem Mann besser beim Waschen, Anziehen und Drehen helfen konnte, bat sie mich um einen weiteren Termin, zu dem sie auch die gemeinsame Tochter und den Schwiegersohn mitbringen möchte. Wir haben uns dann auf eine weitere Übungseinheit für die nächste Woche geeinigt. In der Zwischenzeit wollte Frau S. das Schlafzimmer ausmessen und einen befreundeten Tischler darum bitten, das bisherige Doppelbett in ein Einzelbett für Frau S. umzuändern.