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Depression - Überforderung 2

   November 5th, 2008

Nach unserer Erfahrung sollte bei der Schlaganfall-Therapie auch berücksichtigt werden, daß der Patient neben den funktionellen motorischen Störungen, Sprach- und Schluckstörungen, auch eine Vielzahl an kognitiven und psychoemotionalen Beeinträchtigungen durchlebt. Diese können sich möglicherweise in einer Depression manifestieren.

Dazu die Fortsetzung des Vortrags "Die erschöpfte Seele - Wege aus der Depression":

…… Als Symptome nannte Dr. Jung neben Hoffnungslosigkeit und Suizidgedanken auch Appetit- und Schlafstörungen, Freudlosigkeit, Ängste und nicht selten auch Verwahrlosung, wenn Betroffene beispielsweise ihren Haushalt vernachlässigen oder sich die Zähne nicht mehr putzen. Als besonders problematisch wertete der Referent die Tatsache, dass die Umgebung des Betroffenen die Depression oft nicht als solche erkenne und sich die Krankheit durch falsche Reaktionen von Angehörigen und Mitmenschen noch verstärke. Häufig werden auch Beziehungen gestört. "Eine Depression kann wie Salzsäure eine Beziehung auffressen", sagte der Referent.

Depressionen können in drei Arten unterschieden werden. Neben der "somatogenen Depression", die auf eine körperliche Erkrankung wie Diabetes, Asthma oder Herzprobleme zurückzuführen sei, nannte der Referent die "endogene Depression". Diese beschrieb er als reine Hirnfunktionsstörung, die oft von der Umgebung nicht erkannt werde und sich in verschiedenen Ausprägungen äußere, wie in Suchtverhalten nach bestimmten Verhaltensmustern, Tätigkeiten oder Gegenständen, wie zum Beispiel chronischer Verspätung, Strickwut oder übersteigerter Autobegeisterung.

Die häufigste Form der Depression sei jedoch die "reaktive Depression", die eine Reaktion auf äußere Umstände und die Überforderung damit darstellt. Häufig seien auch nicht verarbeitete und verdrängte Erlebnisse als Ursache zu werten. …..

Fortsetzung folgt

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